Wirtschaftliche Verbundenheit von Deutschland und Österreich

Deutschland und Österreich sind wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Dabei ist es weniger die Landwirtschaft, die sich sowieso den Vorgaben aus Brüssel unterwerfen muss. Vielmehr ist es heute der Dienstleistungssektor, der zu einer engen wirtschaftlichen Verflechtung beider Länder führt. Einige Bereiche sind:

Tourismus

Die Alpen- und Voralpenregion beider Länder ist für Besucher aus der ganzen Welt attraktiv. Für die Unternehmen in der Region ist es wichtig, die Besucher nicht nur anzuziehen, sondern möglichst lange in der Region zu halten. Kooperationen der lokalen Fremdenverkehrsämter bieten daher seit einigen Jahren spezielle Angebote, um Touristen sowohl in Bayern als auch im benachbarten Österreich zu bewirten. Das Angebot reicht von geführten Touren durch die Grenzregion bis hin zu Sportpässen, die auf beiden Seiten der Grenze gültig sind. Wandern, Bergsteigen, Paragliding und Mountainbiken sind einige der Aktivitäten, für die es sowohl in Deutschland als auch in Österreich wunderbare Standorte gibt.

Digitalisierung

Weniger bekannt ist, dass die Region sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum der Digitalisierung entwickelt hat. Die großen Agenturen mögen zwar ihre Geschäftsadressen entlang des Rheins haben, die kreative Arbeit wird jedoch nicht in Düsseldorf oder Köln geleistet, sondern im Süden Deutschlands und im angrenzenden Österreich. Das attraktive Umfeld zieht viele erfahrene und kompetente Köpfe in die Region. Zum Einkaufen und Feiern nach München oder Wien zu fahren ist nicht weit – doch viele hält es mittlerweile in den kleineren Gemeinden, die nicht minder attraktiv als die Großstädte sind.

Industrie

Die Europaregion Donau Moldau ist auch ein attraktiver Standort der Industrie. Gestiegene Lohnkosten auf der einen Seite und der Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs auf der anderen Seite wurden von den ansässigen Unternehmen geschickt genutzt, um die wirtschaftliche Region nach Tschechien auszudehnen. So findet heute eine Großteil der Produktion im benachbarten Tschechien statt, das als Standort von vergleichsweise niedrigen Lohnkosten profitiert. Der Unternehmenssitz in Österreich ist steuerlich attraktiv und Deutschland bleibt der größte Absatzmarkt der Produkte.