Geschäftliche Zusammenarbeit zwischen Österreich und Deutschland

Mit 8,7 Millionen Einwohnern ist Österreich ein kleiner, aber dynamischer Mitgliedstaat der Europäischen Union, der im Vergleich zu anderen EU-Ländern in vielen Statistiken am besten bewertet wird. Im Herzen Europas gelegen, am Tor zu Südosteuropa, mit einer stabilen politischen Struktur und attraktiven steuerlichen Regelungen für Konzerne, ist Österreich ein attraktiver Standort für regionale Hauptsitze ausländischer Unternehmen.

Günstige Körperschaftssteuer in Österreich

Der aktuelle Körperschaftsteuersatz in Österreich liegt bei 25 %. Alle Betriebsstätten ausländischer Unternehmen unterliegen der Körperschaftsteuer von 25%. Steuerliche Verlustvorträge sind nicht begrenzt. Die Verrechnung mit steuerpflichtigen Gewinnen ist bei Kapitalgesellschaften auf 75 % des steuerpflichtigen Einkommens beschränkt. Die Verrechnung mit steuerpflichtigen Gewinnen ist für natürliche Personen unbegrenzt. Entsteht bei einer Betriebsstätte ein Verlust, so kann dieser in Österreich vorgetragen oder mit den Gewinnen der ausländischen Muttergesellschaft verrechnet werden.

Die österreichische Gruppenbesteuerung erlaubt die grenzüberschreitende Anrechnung von Verlusten. Verluste von nicht österreichischen Tochtergesellschaften können zur Verrechnung von steuerpflichtigen Gewinnen der österreichischen Konzernmutter verwendet werden, wenn die österreichische Konzernmutter mehr als 50% der Anteile und Stimmrechte an der Tochtergesellschaft hält.

Diese Regelung ist ein wichtiger Faktor, der viele deutsche Unternehmen dazu veranlasste, ihren Sitz nach Österreich zu verlegen.

Steuervorteile in Österreich nutzen

Die Gruppenbesteuerung (wie oben beschrieben) ist einer der Hauptgründe, warum Österreich ein sehr attraktiver Standort für die Gründung einer Holdinggesellschaft ist. Die Gewinne unterliegen der Körperschaftsteuer. Gleiches gilt für Anteile einer österreichischen Gesellschaft an EU-Gesellschaften, bestimmten EWR-Gesellschaften oder Gesellschaften aus Drittstaaten, die sich zum Austausch von Steuerinformationen bereit erklärt haben.

Dividenden, die eine österreichische Gesellschaft von einer ausländischen Gesellschaft erhält, sind von der Körperschaftsteuer befreit, wenn mindestens 10 % der Anteile an der ausländischen Gesellschaft länger als ein Jahr gehalten werden.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Typische Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen, die unter die TP-Vorschriften fallen, sind:

  • Kauf und Verkauf von Waren
  • Erbringung von Management-Dienstleistungen
  • Mietpreise für Immobilien
  • Übertragung von immateriellen Vermögenswerten, z.B. Marken, Patente, Austausch von Wissen, Know-how, Geschäftskontakte etc.
  • Bereitstellung finanzieller Unterstützung, z.B. durch konzerninterne Darlehen und die Erhebung von Marktzinsen auf Darlehen.